Corona-Gedanken

Winterpause. Coronapause. Lockdownpause. Zeit zum Nachdenken und zur weiteren Selbstfindung. Ein paar Gedanken dazu …

Geschrieben am 25.11.2020

Durch Corona hat sich mein Alltagsleben nur sehr wenig verändert. Zumindest für die Phasen, die ich hier mit festem Wohnsitz auf unserem Hof verbringe. Mit dem Unterschied, dass dieser Zustand seit April volle 100% meiner Lebenszeit ausmacht und nicht wie sonst 50%. Ansonsten lebe ich hier ziemlich zurückgezogen und genieße das Alleinsein, oder vielmehr das Zweisein, jedenfalls die Abwesenheit von Menschen, die nicht zu meiner Familie gehören, und die reizarme Umgebung ohne Lärm, Tumult, unkontrollierbaren Input und erzwungenem Socializing. Hier bin nur ich, und David, und Canela und Leo, drinnen der knackende heiße Holzofen mit seinen wärmenden Flammen von früh morgens bis spät nachts, und draußen eine ungastliche kalte graue zerzauste Landschaft ohne direkte nennenswert lästige Zivilisation. Gut so.

Immer wieder ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass mir Corona gerade ganz gelegen kommt. Ich fasse Mut. Ich setze mich mit mir selbst auseinander. Noch mehr. Ich gehe sogar so weit zu behaupten: die Coronastarre tut mir gut. Weil sie mir den ewigen Druck nimmt, eigentlich unter Menschen sein zu müssen. Kontakte zu halten. „Unter Leute zu gehen.“ So wie es jeder So-führst-du-ein-glückliches-Leben-Ratgeber propagiert: Du brauchst doch regelmäßig Sozialkontakte, Mensch. Und wenn jemand das einfach nicht in dem Maße möchte, wie es von anderen Artgenossen gewohnt ist, dann ist schnell dieser Druck von innen und außen da. Dieses: Du musst das doch aber. Du kannst dich doch nicht immer in deinem Schneckenhaus verkriechen. Das macht nicht glücklich, fast gar nichts mit Menschen zu tun zu haben. Blöderweise habe ich aber schon vor sehr langer Zeit gemerkt, dass es mir tatsächlich sehr gut geht, wenn ich mir selbst aussuchen kann, wann ich mit wem wieviel zu tun habe. Oder andersherum gesagt: Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich Kontakte auf ein winziges Minimum reduziere und nur in kleinen Dosen genieße. Nur so viel, wie ich ertragen kann. Und das ist wenig, denn ich bin sehr schnell überfordert. Zum Erschrecken der restlichen Menschheit, die das wohl immer als viel zu wenig, um gesund zu sein, erachtete. Aber was soll ich machen? Was ist so verwerflich daran, wenn die Art und Weise, wie ich sozialkontaktemäßig am glücklichsten bin, nunmal einen anderen Maßstab hat als offenbar der anderer Herdenmitglieder? Ich habe aufgehört zu denken, dass ich mich ja eigentlich dazu zwingen müsste, mehr mit anderen Menschen zu tun zu haben. Dazu zwingen, obwohl es mir doch gut geht, so wie es ist, und so wie ich es handhabe. Was ja eigentlich gar nicht sein kann. Was aber trotzdem einfach so ist.

Am liebsten mag ich schreiben. Also so lose. Am liebsten mag ich es, gelegentlich mit Leuten über einen Messenger zu chatten. Oder halt mal eine Mail zu schicken, aber das schläft bei mir schnell ein. Ich mag auch, über Facebook oder Instagram in Kontakt zu bleiben, in Form von Likes, Kommentaren und Dialogen hier und da. Ich mag gerne mal überraschend von jemandem angeschrieben zu werden und freue mich dann, dass mich jemand mag und sich für mich interessiert, mich nicht vergessen hat, an mich denkt. Das mag ich. Wie auch immer; im Idealfall erwartet mein Gegenüber keine sofortige Antwort und ist nicht sauer oder gekränkt, wenn ich mal wochenlang nichts von mir hören lasse. Im idealsten Idealfall wissen die Menschen, die mich mögen, dass ich sie dauerhaft und sicher in mein Herz eingeschlossen habe, und dass sie dort sind und bleiben, auch wenn ich Schwierigkeiten damit habe, mich regelmäßig bei ihnen zu melden, und damit klarkommen und mir trotzdem einen Platz in ihrem Leben freihalten. Die, die das wissen und respektieren und damit klarkommen, die sind dann der kostbare mikroskopisch kleine funkelnde Juwelstaub, der im Laufe der Zeit ausgesiebt wurde und schließlich im feinen Filter meines Gefühlsgewebes hängenbleibt und mein Herz zum Strahlen bringt. Das sind die Menschen, die für mich wirklich zählen und mir sehr viel bedeuten! Verständlicherweise — sind das nur wenige. Und Corona legitimiert gerade die Sozialisierung, die ich sowieso schon praktiziere. Ich denke: Gott sei Dank kann mir jetzt niemand mehr vorhalten, dass ich zu wenig unter Leute gehe. Momentan erwartet das niemand von mir. Ich muss keiner Messlatte gerecht werden, und das ist erleichternd und befreiend.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass es bei anderen gar nicht so ankommt, dass sie für mich eine wichtige Rolle spielen. Was ist das denn eigentlich für ein Ausdruck? Wenn ich eines verabscheue, dann wenn sich wer für irgendwen verstellen muss und eine Rolle nur spielt. Also nochmal: Manchmal habe ich das Gefühl, dass es bei anderen gar nicht so ankommt, wie wichtig sie mir sind. Eben wegen dieser Kommunikationsdiskrepanzen. Für mich reicht es vielleicht, eine Person kennengelernt zu haben, sich gut zu verstehen und gute Gespräche geführt zu haben, sich dann lange Zeit nicht zu sehen, aber sich alle Jubeljahre mal gegenseitig anzuschreiben und sich lebensmäßig auf den neuesten Stand zu bringen. Zack, schon biste drin im exklusiven Club der Mir-wichtig-Seienden. Aber weil andere eben ganz andere Kontaktgewohnheiten haben, kann es vorkommen, dass ich für diejenigen eigentlich nur marginal von Bedeutung bin. Weil sie ja nach ihrem Empfinden nur sehr wenig mit mir zu tun haben und mich gar nicht so gut kennen wie andere Leute, mit denen sie andauernd kommunizieren. Das zu merken (oder mir einzureden) tut mir immer weh, aber ich kann es ja auch nachvollziehen.

Wie dem auch sei, ich finde, Corona tut mir ganz gut, denn ich kann mich ausprobieren. Ich bin erfolgreich dabei, in meinem safe space eine Fuck-you-Mentalität zu etablieren. In Sachen Identitätsfindung waren die letzten 14 Monate äußerst turbulent und die ganze Geschichte ist noch lange nicht abgeschlossen. Abgeschottet von der Welt kann ich in Ruhe an mir feilen und herausfinden, wer ich bin und wie ich mit mir selbst am glücklichsten bin. Zu nächst einmal fasste ich den Mut David zu bitten, mir meine restlichen langen Haare auf 4 Zentimeter kurzzuscheren. Es musste sein. Obwohl ich Angst davor hatte. Aber ich wusste ja zwei Sachen: 1.) mich sieht sowieso fast niemand und 2.) wächst ja wieder nach. Und wenn es scheiße aussieht und mich andere sehen? Fuck you! Aber nach einer kurzen Zeit des Ungewohntfühlens zerstreuten sich meine Zweifel sehr schnell und ich fühle mich sehr wohl. Ich überlege sogar hin und her, meine Haare noch kürzer zu scheren, vielleicht auf zwei oder drei Zentimeter, dann könnte ich sie noch mehr chaotisch hochwuscheln als jetzt schon (Haare nicht bürsten müssen: unbezahlbar!) aber seit der Scheraktion vor zwei, drei Wochen sind sie sogar wieder so weit gewachsen, dass sie so leicht fransig sind und das ist sogar ganz cute. Ich kann mich ausprobieren. Dann habe ich mir noch eine neue Brille besorgt. Die alte hat den Geist aufgegeben und es kam mir sehr gelegen, auch in diese Richtung meiner Identität Raum zu geben. Wenngleich der Besuch beim Brillenladen im Vorfeld zu den nervenaufreibensten Momenten der Neuzeit gehörte, da dort ja nicht nur die Brillenmodelle nach (zwei) Geschlechtern sortiert sind, sondern für die Bestellung auch Kontaktdaten, also auch der Name, und eine Anrede erfasst werden. Im Nachhinein stellte sich dieser Erfahrung als sehr empowernd heraus: Die Mitarbeiterin, die mich betreute, kam sofort meinem Wunsch nach, nur Herrenbrillen anzuprobieren. Außerdem nahm sie ohne mit der Wimper zu zucken die Daten von meinem dgti-Ergänzungsausweis auf, auf dem mein richtiger Name steht, und nahm zu guter Letzt auch meine Bitte ernst, auf der Rechnung die Anrede komplett wegzulassen. Das alles, ohne irgendwelchen dämlichen Fragen zu stellen oder verletzende Kommentare abzugeben. Und das ist sehr viel wert, glaubt mir, liebe binäre Cismenschen. Sich unbehelligt in Ruhe eine neue Brille aussuchen zu dürfen, ist sehr viel wert. Dieser Aktion mutig entgegenzutreten wurde für mich auch sehr belohnt — ich liebe meine neue Brille und sie trägt als täglich zu nutzendes Accessoire, quasi als Teil von mir, ungemein zu meiner Identitätsfindung bei. Sie macht irgendwie, dass mein Look noch androgyner wirkt, finde ich, und das ist gut. Sehr gut. Ungemein gut.

Eine andere Sache, mit der ich mich in den letzten Wochen beschäftigte, fernab von bewertenden Blicken: Bartwuchs. Ein heikles Thema, und wie ich gerade beim Schreiben merke, immer noch stigmatisierend und verletzlichmachend für mich. Ich wuchs mit zwei Grundgedanken auf, die ich mir entweder selbst aneignete oder aber mir von der Gesellschaft unbewusst eingeimpft wurden: 1.) Es gibt nur zwei Geschlechter — Frau und Mann. 2.) Nur Männer haben einen Bart. Aus diesen beiden Grundgedanken resultierte, dass ich mir seit jeher — seit dem Einsetzen meiner Pubertät, also seit ungefähr zweieinhalb Jahrzehnten — immer verschämt die Barthaare am Kinn wegrasiert habe. Niemand durfte jemals erfahren, dass die da wachsen. Ich glaube, ich dachte gar nicht wirklich, dass ich großartig anders sei als „andere Mädchen“, sondern dass wahrscheinlich bei allen irgendwelche Haare im Gesicht wachsen, die sie ständig wegrasieren müssen, um immer so mädchenmäßig auszusehen mit ihren glatten Mädchengesichtern. Immerhin rasieren die sich ja auch immer die Beine und oft auch die Arme, weil es offenbar verpönt ist, als weibliches Wesen Haare zu haben. Aber ich musste erst stark auf die Vierzig zugehen, um zu schnallen, dass an meinem Körper sehr viel uneindeutig ist — schon immer war. Seit ein paar Wochen versuche ich vermehrt, mich noch mehr anzunehmen, wie ich bin. Wer ich bin. Und merke mit Schrecken, wie sehr der Gedanke in mir verwurzelt ist, dass es ganz furchtbar ist, wenn sie Welt herausfinden könnte, dass ich seit meinem 13. Lebensjahr eine inzwischen ziemlich dichte Kinnbehaarung habe. Das ist etwas sehr Peinliches. Wieso eigentlich? Warum? Warum denke ich, dass es mich höchstgradig verletzlich macht, das nun vor aller Welt zuzugeben? Mich damit auseinanderzusetzen ist auch ein Teil meiner neu zu erwerbenden Fuck-you-Mentalität. Probehalber habe ich das Zeug mal einige Wochen wachsen lassen, bis es schon fast richtig puschelig war. Wenn ich rausgehe, trage ich ja sowieso eine Maske und es sieht niemand, wie mein Kinn aussieht. Meine Gefühle dazu waren sehr ambivalent. Einerseits fühlte ich mich total empowert. Ich fühlte mich total im Reinen mit mir selber und war happy, auch endlich nach all den langen Jahren des Versteckens meinen körperlich-maskulinen Anteil auszuleben — das, was ich schon immer wollte und mir schon seit ich denken kann immer sehnlichst gewünscht habe. Gleichzeitig hatte ich die ganze Zeit Angst und musste mich zwingen, mich nicht sofort wieder zu rasieren, kaum dass etwas zu sehen war. Ich habe immer noch Angst um meine Beziehung, die mir das wichtigste auf der Welt ist. Ich habe Angst vor dem Verlust von Akzeptanz und Liebe.

Nun ist der Sommer vorbei, und der Herbst, und ich finde mich plötzlich mitten im Winter wieder. Das An-einem-Ort-sein-Müssen beginnt an mir zu nagen. Normalerweise halte ich es immer nur sehr wenige Wochen am Stück hier aus, dann bin ich wieder on the road und muss unterwegs sein in meinem Vagabundenleben und fühle mich glücklich wie nie zuvor. Aber das geht jetzt nicht. Ich muss es aushalten, an einem Ort zu bleiben und lernen, dort glücklich zu sein. Despite all my rage I’m still just a rat in a cage. Mir gelingt das in rudimentären Zügen nur mit Kreativität; sei es als Input oder als Output: Schreiben. Planen. Musik. Arthaus-Filme. Inspiration: Ich lese gleichzeitig das neueste Buch von Paul Auster (4321), die Biographie von Herzchen Brian Molko (Misunderstood) und ungefähr zum 15. Mal mein Lieblingsbuch of all times Walden, welches ich dieses Mal aber mit einer neuen Herangehensweise durcharbeite, weil ich es verfilmen möchte. Und weiter: malen. Eine neue Entdeckung ist, dass David und ich sehr gut damit harmonieren, gemeinsam abstrakte Leinwandbilder zu malen. Wir möchten das inzwischen nicht mehr missen und haben uns direkt einen Stapel Leinwände bestellt. Es sieht schön aus, wie hier im Wohnzimmer die halbfertigen Bilder herumstehen. Daran könnte ich mich gewöhnen. Ein Künstlerhaus, das sich als solches versteht. Das wäre schön. Last but not least: Wortspiele! In Ermangelung eines besseren Begriffs tauften meine liebe Freundin Janina und ich das, was wir damals im Abschlussjahrgang 2008/09 während, vor und nach dem Schulunterricht mit Hingabe veranstalteten, auf den Namen „Wortspiele“. Meistens spielten wir es zu zweit: Abwechselnd schrieben wir immer jeweils ein Wort auf ein Blatt Papier — ohne uns abzusprechen! –, bis daraus die beklopptesten Texte entstanden, über die wir uns heute noch schief und kringelig lachen. Das geht nur mit Leuten, die ein gutes Sprachgefühl haben, und die kapieren, wie ein seltsamer Satz mit irrsinnigem Inhalt dennoch grammatikalisch korrekt zuendegebracht werden kann. Glücklicherweise verfügt David ebenfalls über ein gutes Sprachgefühl und ich nötigte ihn, mit mir einen Wortspieltext zu starten. Erst schrieb ich ein Wort, dann er, dann wieder ich und so weiter, ohne dass wir wussten, was der jeweils andere als nächstes schreibt. Das Spiel lebt von spontanen Einfällen. Inzwischen haben wir einen sogar relativ kohärenten längeren Text produziert, der mit dem Satz beginnt: „Neulich, abends, kramte Schorsch gedankenverloren in seiner Herrenhandtasche und wurde angeschossen.“ Dann Musik: Ein unerschöpfliches Thema. Erst durch das allwissende Herzchen Ezra Furman wurde mir bewusst, dass mein Musikwissen sehr viel limitierter ist, als ich es mir jemals eingestehen könnte. Ich dachte, ich wüsste alles und würde alle wichtigen Bands kennen. Pustekuchen. Also beschäftige ich mich mit Musik. Dazu habe ich zwei Listen herangezogen: Die 500 Greatest Albums of All Time sowie das Buch 1001 Albums You Must Hear Before You Die. Süffisant konnte ich doch schon immer herablassend behaupten: Thin Lizzy, James Brown, Tom Petty, The Byrds, The Who, Rolling Stones, Nine Inch Nails, Stevie Wonder, David Bowie, Aretha Franklin … — Kenn ich, natürlich! Pfft! Wat für ’ne Frage! Aber tue ich das wirklich? Wie viele Songs kenne ich überhaupt von diesen Bands? Und nenne mal ein Album von Pink Floyd? The Wall natürlich! Und von Paul Simon? Na, Graceland. Dumme Frage. Schön und gut — aber habe ich diese Alben jemals gehört? Eben. Also arbeite ich mich seit Wochen akribisch durch das Musikgeschehen der letzten 70 Jahre. Perfektionistisch wie ich bin, habe ich sogar Exceltabellen erstellt, in denen ich abhaken kann, welche Alben ich schon gehört habe, wie sie mir gefallen haben (rot, gelb oder grün), wie viele ich schon gehört habe und wie viele ich noch hören muss, bis die Listen durchgearbeitet sind. Zusätzlich und unabhängig von den beiden Listen habe ich mir zudem selbst einen eigenen Fahrplan mit Bands erstellt: Ich bemerkte im Laufe der letzten Monate (seit ich immer ehrlicher wurde, was meine Musikkenntnisse anbelangt), dass ich von vielen Bands den Namen schon oft gehört hatte, ohne deren Musik zu kennen — oder nur sehr wenig ihrer Musik zu kennen. Deswegen ist seit etwa zwei Monaten jede Woche eine andere Band dran. Jede Woche höre ich alle Studioalben einer einzigen Band komplett durch — meistens so ein bis zwei Alben am Tag, damit ich das Pensum bewältige (Frank Black und Sonic Youth stellen mich da noch vor ganz andere Herausforderungen). Dann kenne ich im Wesentlichen den Stil und die Entwicklung dieser Band und habe alle ihre Alben zumindest einmal gehört. Und in der darauffolgenden Woche ist dann die nächste Band dran. Auf dieser Weise beschäftigte ich mich in den vergangenen acht Wochen intensiv mit den Pixies, Art Brut, The Replacements, Moby, The Clash, Big Star, Hüsker Dü und Wilco. Diese Woche sind es übrigens The Jesus Lizard, just in case you were wondering.

Aber selbst etwas zu erschaffen, ist zurzeit wichtiger denn je. Ich plane, Teile unseres kreativen Outputs als eigene Reihe namens „Kunst & Knoblauch“ hier in diesem Blog zu veröffentlichen, weil sowieso nicht mehr viele A 38-Beiträge kommen (3 + einer übers Saarland) und ich zurzeit keine neuen schreiben kann. Ich hoffe, dass das Kunstprojekt A 38 von mir im Frühjahr fortgesetzt werden kann; bis dahin werde ich die Welt mit meinen Innenweltergüssen beglücken und dadurch meine Sucht nach Gesehen-und gehört-Werden befriedigen. Und weiter nachdenken und meine Abgeschiedenheit von der Außenwelt für meine Selbstfindung nutzen. Komme ich dann als völlig neuer Mensch aus dem Lockdown? Vielleicht. Aber unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass ich immer noch genau ich selbst bin, aber besser damit klarkomme und mehr zu mir selbst stehen kann. Aber wer weiß das schon.

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