Exkurs: Leben/wohnen im Auto (Pkw)

Am liebsten würde ich so beginnen: „Da ich öfter gefragt werde, wie es machbar ist, in einem Pkw zu wohnen …“ — aber Fakt ist leider: ich wurde das noch nie gefragt. Deshalb fange ich so an: In diesem Artikel erzähle ich euch, wie ich mein Auto zu einer mobilen Wohnung ausgebaut habe, in der ich während meiner Reisen wunderbar leben kann. Im Laufe der Zeit habe ich die Einrichtung des Autos immer weiter perfektioniert und besitze nun alles, was ich unterwegs benötige, um bequem darin zu wohnen. Und das, obwohl es sich um einen normalen Pkw handelt und nicht etwa um einen Bus oder ein Wohnmobil.

Das Auto

Schmendrick — so heißt mein Auto, wie meine treue Leserschaft ja bereits weiß — ist ein Nissan Primera mit Stufenheck und Benzinmotor und hat das Baujahr 1999. Sein großer Vorteil ist, dass er so langweilig und unscheinbar aussieht, dass er dadurch quasi unsichtbar wird. Dadurch kann ich das Auto überall, wo es erlaubt ist, parken, ohne großartig aufzufallen.

Nachdem ich ihn geschenkt bekam, baute ich als allererste Maßnahme sofort(!) die hintere Rückbank aus und entfernte die Hutablage aus dem Kofferraum. So ergibt sich hinter dem Cockpit ein Raum von etwa 1,80 Länge x 1,00 m Breite. Dort habe ich alles untergebracht, was ich für meine Road Trips brauche. Das nackte Auto ohne Inhalt sieht so aus:

Das Bett

Das selbstgezimmerte Bettgestell besteht eigentlich nur aus fünf Holzlatten. Dieses Gerüst habe ich zudem noch mit Laminat belegt und so eine Liegefläche geschaffen. Die Unterseite sieht so aus:

Das Bettgestell befindet sich samt Matratze übrigens dauerhaft in meinem Auto, was ich äußerst praktisch und bequem finde. Eine der Längslatten ist etwas kürzer als die anderen beiden, weil sie hinter dem Fahrersitz endet. So kann der Fahrersitz ein Stückchen weiter nach hinten gestellt werden und die Matratze liegt am Kopfende trotzdem stabil auf. Der nach hinten gestellte Fahrersitz ist immer dann notwendig, wenn ich David mit dabei habe und/oder er mal das Auto fährt; der braucht wegen seiner langen Beine nämlich mehr Platz vorne.

Unter dem Bettgestell sind Hohlräume, die noch weiteren Stauraum bieten. In der Seitenansicht ist das ganz gut zu erkennen:

Auf dem Bettgestell liegt eine Schaumstoffmatratze, die wir im Zuge einer Neuanschaffung mal ausgemistet haben. Ich habe sie aus Platzgründen auf 0,60 x 1,80 m zurechtgeschnitten. Das reicht für mich locker als Schlafplatz aus und sie passt perfekt ins Auto. Bin ja nur 1,70 m groß. Für die Bonus-Weichigkeit habe ich außerdem noch eine flauschigweiche Matratzenauflage draufgepackt, und darauf dann das Spannbettlaken. Dazu dann eine eigens fürs Auto angeschaffte Bettdecke sowie eine Nackenrolle, die kompakter und weniger bauschig ist als ein Kopfkissen. Fertig ist das herrlich weiche und extrem gemütliche Bett, in dem es sich ganz hervorragend nächtigen lässt!

Der Sichtschutz

Es hat mich schnell genervt, dass theoretisch von außen ins Auto reingeglotzt werden kann, wenn ich mich darin aufhalte. So ganz ohne Privatsphäre ist es dann doch sehr unangenehm zu wohnen. Also habe ich mir aus Pappe passgenaue Sichtschutzlappen für die hinteren Fenster gebastelt. Die Pappe habe ich beidseitig mit Klebefolie beklebt. Die Außenseite ist der Unauffälligkeit halber silberfarben — so wirkt es, als diene der Sichtschutz lediglich dem Sonnenschutz oder, im Winter, dem Kälteschutz.

Die Innenseite der Sichtschutze habe ich mit etwas hübscherer Folie beklebt. Immerhin ist das ja die Seite, die ich die ganze Zeit sehe, wenn ich mich im Auto befinde und die Fenster verhangen sind. Befestigt wird der Sichtschutz mit Saugnäpfen.

Im Heckfenster befestige ich von innen ebenfalls mit Saugnäpfen eine normale Scheibenabdeckung, wie es sie überall zu kaufen gibt.

Zum Vorderbereich hin verwende ich einfach eine Fleecedecke, welche ich über die beiden Sitzlehnen werfe. Wenn es ganz privat sein soll, stopfe ich links vom Fahrersitz und rechts vom Beifahrersitz noch Decken oder Pullis dazu.

Fenstersocken

Als Schutz vor Mücken kann ich die Fenstersocken empfehlen, die es im Internet zu kaufen gibt! Fenstersocken sind große zweilagige Moskitonetze, die über die Autotüren gestülpt werden. Die Türen lassen sich selbstverständlich wie gehabt schließen. So bleiben selbst bei komplett heruntergelassenen Fensterscheiben alle Fliegetierchen draußen. Außerdem bieten die Fenstersocken auch einen gewissen Sichtschutz. Da es sich empfiehlt, nachts mindestens ein Fenster einen Spalt breit offen zu lassen, sind Fenstersocken also äußerst praktisch für ungestörte Nächte ohne Mückenstiche.

Die Küche

Zum Kochen verwende ich einen handelsüblichen einflammigen Camping-Gaskocher mit kleiner Butankartusche. Der Koffer mit dem Kocher passt gut in den Hohlraum unter dem Bettgestell. Dort ist es selbst im Hochsommer und wenn das Auto in der prallen Sonne steht noch kühl genug (also zumindest unter 50°C), sodass die Gaskartusche gefahrlos gelagert werden kann.

Ebenfalls im Hohlraum unterm Bettgestell befindet sich die Tasche mit den Kochutensilien: Pfanne, Topf, Pfannenwender, Teller, Schale, faltbares Sieb, Geschirrhandtuch und Ersatzkartusche.

In einem weiteren Beutel gibt es den üblichen Küchenkleinkram: Besteck, Schneebesen, Schwämme, Spülmittel, Feuerzeug, Klipse, Kartoffelschälmesser, Dosenöffner. Dieser Küchenbeutel wohnt in der Hängetasche hinterm Fahrersitz.

Das Bad

Das Bad ist ein Korb, in dem sich Toilettenpapier, Feuchttücher, Handseife, Müllbeutel und mein Miniklo — der sogenannte Pieseleimer — befinden. Der Korb hat seinen Platz links neben dem Bett.

Den zweiten Teil des Badezimmers habe ich in einem Baumwollbeutel verstaut: Zahnbürste, Zahnpasta, Duschgel, Shampoo, Schwamm, Haarbürste, Rasierer, Nagelklipser, Nagelbürste, Kokosöl und Aloeveracreme gegen Sonnenbrand, Desinfektionsmittel, Deo und Citronella-Mückenspray. Auch dieser Beutel wohnt in der Hängetasche hinterm Fahrersitz.

Wasservorrat

Wie mein Wasservorrat aussieht, siehst du hier auf dem Bild: links eine 1,5-Liter-Flasche zum Haarewaschen, daneben eine 0,5-Liter-Flasche für Ausflüge und Stadtbummel, in der Mitte meine 0,7-Liter-Trinkflasche aus Metall, welche ich auch außerhalb des Reisens im Alltag verwende, und rechts daneben zwei schön kompakte Wasserkanister mit jeweils 5 Litern Volumen.

Macht knapp 13 Liter Wasservorrat zum Trinken, Kochen, Waschen, Geschirrspülen und Zähneputzen. Alle Wasserbehälter passen in den Fußraum hinterm Fahrersitz und sind dort bequem zugänglich und schnell zu greifen. Es ist sogar noch so viel Platz, dass ich dort ebenfalls meine Hanteln verstauen kann, sodass ich auch unterwegs regelmäßig Krafttraining machen kann.

Lebensmittel

Einen kleinen bis riesigen Vorrat an (natürlich nur veganen) Lebensmitteln habe ich mittlerweile irgendwie jederzeit im Auto verfügbar. Kurz vor einem anstehenden Road Trip wird dann zusätzlich nochmal aufgestockt. Die Lebensmittel sind in einer großen Tasche verstaut, welche sich im Fußraum hinterm Beifahrersitz befindet.

Strom und Elektrokram

Ein ganz großes Thema für meine Reisen! Strom, Akku und Internet sind die Dinge, von denen ich stets zu wenig habe. Gut, vor Kurzem habe ich das Datenvolumen meines Handyvertrags auf 20 GB monatlich aufgestockt und konnte somit letztgenanntes Problem lösen. Was die Speicherung von Strom angeht, haben sich Powerbanks sehr gut bewährt. Ich empfehle welche mit mindestens 20.000 mAh, und zwar mindestens zwei Stück. Auf meinem Trip in München funktionierte eine der beiden Powerbanks überhaupt nicht und ich war froh über die zweite. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es an einem schadhaften Ladekabel lag. Auf meinem letzten Road Trip durch Brandenburg passierte mir ein Malheur mit einer unverschlossenen Smoothieflasche in der Jutetasche, in der sich die andere Powerbank befand. Tja, die ist nun hinüber und ich war dieses Mal froh, dass die erste Powerbank wieder funktionierte. So schnell kann’s passieren, dass du ohne Strom dastehst, das Handy nicht laden und nicht navigieren kannst, wenn es leer ist. Bei mir kommt dann noch zusätzlich der Stromverbrauch meines Tablets dazu, welches ich bei meinen Road Trips zum Bloggen dabeihabe. Auch das muss öfter mal aufgeladen werden, denn ausschweifendes Schreiben kostet Zeit und Akku.

Also: Powerbanks!

Nach kurzer Zeit bekommt der digitale Nomade sehr schnell einen Blick für frei zugängliche Steckdosen. Ich suche sie geradezu, wenn ich unterwegs bin. In Sanitäranlagen oder Wartebereichen, aber auch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dann heißt es sofort: Her mit dem Saft! Ich nutze immer jede Stromquelle, die ich erwischen kann. Dazu brauche ich allerhand Ladekabel und Netzteile, die ich unterwegs immer dabeihabe. Für mein Handy greife ich auf ein Netzteil von Lenovo mit Mikro-USB-C-Buchse zurück, welches eigentlich für Laptops gedacht ist und dementsprechend viel Power hat. Das Handy lädt damit superschnell auf und das ist Gold wert! Mit den Powerbanks funktioniert das leider nicht; für die gibt es die stinknormalen Netzteile mit Kabel und viel Geduld. Und da meistens nur eine einzige Steckdose weit und breit verfügbar ist — wenn denn mal eine verfügbar ist –, habe ich zusätzlich zu dem beschriebenen Netzteile-Kabel-Elektro-Salat eine Dreifachsteckdose für Schukostecker mit an Bord.

Erleichterung brachte mir auch die Anschaffung einer kleinen faltbaren Photovoltaikanlage mit 200 W. Diese kann beispielsweise ins Auto hinter die Windschutzscheibe gelegt und ein Gerät angeschlossen werden, welches dann auflädt — vorausgesetzt natürlich, es ist hell und sonnig genug. Das Solarpanel hat nur Buchgröße und lässt sich somit super transportieren, sodass es auch an trägen Sommernachmittagen am See gemütlich das Handy laden konnte.

Zusätzlicher Stauraum: die Hängetasche

Die Hängetasche war eine weitere wichtige Anschaffung! In ihr lagert allerhand Kleinkram, der sonst nur herumfliegen oder im Weg herumliegen und irgendwann kaputtgehen würde: Kugelschreiber, Trockenshampoo, Taschentücher, Bücher, Ersatzladekabel, Powerbanks, Compeedpflaster, Schere, Brillenetui, Ersatzbrille, Gaffertape, Badezimmerbeutel und Küchenbeutel. In den runden Seitentaschen rechts und links sind ein Regenschirm und mein Thermotrinkbecher verstaut.

Handyhalterung und USB-Lader im Zigarettenanzünder

Haben heutzutage wahrscheinlich sowieso schon so gut wie alle im Auto: eine Halterung fürs Handy zum Navigieren während der Fahrt und ein Ladegerät mit USB-Buchsen, das in den Zigarettenanzünder gesteckt wird und während des Fahrens Strom fürs Handy liefert. Möchte ich nicht mehr missen; ohne geht’s doch gar nicht! Ich empfehle je ein, zwei Ersatzkabel mit Mikro-USB-B, Mikro-USB-C sowie für iPhones im Handschuhfach zu lagern, für alle Fälle.

Deko

Deko ist wichtig! Immerhin ist das Auto ja mein Zuhause, in dem ich mich viel aufhalte, und ich will mich darin wohlfühlen. Also haben sich im Laufe der Zeit ein paar Schöne, aber überflüssige Sachen angesammelt. Da ich Postkarten mit coolen Motiven mag und diese sich in einem Auto gut als platzsparende, leichtgewichtige und schöne Deko eignen, ist Schmendricks Innenraum inwzischen recht zugepflastert.

Dann dürfen natürlich die Staubfänger nicht fehlen: die Plüschwürfel (denn jedes coole Auto, das etwas auf sich hält, hat doch Plüschwürfel!) und die kleine treuherzige Lulu, die ich einsam und verlassen auf einer Mauer in München gefunden habe.

Wolldecken

Als Sichtschutz, für kühlere Nächte, für das Picknick am See … immer gut!

Beleuchtung

Beleuchtung macht das Innere des Autos ja nochmal extra gemütlich! Für diesen Zweck habe ich mir eine kleine Lichterkette mit Batteriefach zugelegt und um das Heckfenster geschlängelt.

Am Kopfende des Bettes befindet sich als Leselampe außerdem eine kleine, aber ziemlich helle Campinglaterne, die ebenfalls batteriebetrieben ist. Diese kann auch abgeklipst und mitgenommen werden.

Wäscheleine

Brauchte ich noch nie, aber nice to have: eine Wäscheleine mit Wäscheklammern. Allerdings habe ich meine Wäsche bis jetzt immer auf einer Wiese oder auf dem Auto ausgebreitet in der Sonne trocknen lassen. Das Leinenknäuel nimmt auch nur wenig Platz weg und passt reingestopft in den Hohlraum zwischen den Holzlatten des Bettgestells.

Handtücher

Immer gut dabeizuhaben. Zum Abtrocknen nach der Katzenwäsche, einem Bad im See oder der Dusche oder aber zum Vollschnuddeln beim Kochen oder Händeabtrocknen oder wenn irgendwas ausgelaufen ist oder oder oder … es ist einfach gut, ein paar alte Handtücher dabeizuhaben. Damit sie nicht nerven, befindet sich eines hinterm Fahrersitz unter den Wasserkanistern (das hat schon Überschwemmungen verhindert) und eines unter hinterm Beifahrersitz unter der Lebensmitteltasche.

Antirutschlappen

Was für eine geniale Erfindung! Antirutschlappen bieten einen zusätzlichen Komfort und einen Hauch von Pomp und Luxus im Auto. Ein kleines, feines und vielleicht unbedeutendes Detail, das im Reisealltag aber dennoch sehr angenehm ist! Eine kleine selbstklebende Antirutschmatte habe ich auf die Beifahrerseite hinter die Windschutzscheibe gepappt. Sie ist ein bisschen klebrig und wird mit der Zeit etwas fusselig, lässt sich aber wieder von der Fläche abziehen, abwaschen und wieder aufkleben. Beim Hantieren im Auto auf kleinem Raum ist es super, dort gelegentlich mal etwas ablegen zu können. Den Schlüsselbund beispielsweise, das Handy, die Mütze, oder wenn ich vorne sitze und frühstücke, gerne mal das Besteck oder den Teller oder irgendwelche Essenspackungen oder Tüten. Im Auto ist ja irgendwie jede Fläche uneben und es ist von unschätzbarem Wert, mal etwas irgendwo hinlegen zu können, ohne dass es sofort runterfällt oder sonstwohin rutscht.

Im Fußraum des Beifahrersitzes gibt es eine weitere Antirutschmatte, aber so eine großformatige netzförmige, die es in Billigläden und Supermärkten oft quasi als Meterware zu kaufen gibt. Ich habe während der Fahrt gerne meine wichtigsten Sachen neben mir auf dem Beifahrersitz liegen, und manchmal fallen Sachen runter und kullern dann auf dem Boden herum. Und das nervt. Oder es liegt sowieso irgendwelcher Kram im Fußraum, der da dann die ganze Zeit poltert. Die Antirutschmatte verhindert das.

Squeegee

Ein Squeegee ist ein ungemein wichtiges Tool im Auto! Ich habe ihn zu jeder Jahreszeit griffbereit unterm Beifahrersitz, gleich bei den Warnwesten. Im Winter benutze ich ihn, um das Auto auf elegante Art von Schnee zu befreien. In allen anderen Jahreszeiten ist er dazu da, um von innen beschlagene Autoscheiben freizuwischen. Das passiert gerne Mal, wenn es nachts kühler ist oder wenn ich es verpeilt habe, abends vor dem Schlafengehen ein Fenster einen Spalt breit zu öffnen. Mit dem Squeegee geht’s viel besser als mit Handtüchern. Er kann natürlich auch gemäß seiner eigentlichen Bestimmung verwendet werden und dreckige Autofensterscheiben putzen. Ein echtes Allroundtalent also. Klare Empfehlung: Squeegee!

Paracetamol

Wichtig! Rettet dir den Tag! Den ganzen Road Trip! Wie ärgerlich ist es, an geilen Orten unterwegs zu sein, etwas aufregendes Neues zu sehen, durch eine grandiose Landschaft zu wandern, auf ein Konzert zu gehen, irgendwo hinzufahren, auf das du dich gefreut hast — und dabei von Kopfschmerzen geplagt zu sein?! Eben. Deswegen habe ich sowohl im Auto als auch in meiner Umhängetasche unterwegs immer ein, zwei Tabletten Paracetamol dabei. Zum Glück werden sie nur selten gebraucht, und es ist erstrebenswert, ihre Einnahme zu vermeiden, aber wenn es nicht anders geht, um eine Situation zu retten, ist es sehr gut, sie griffbereit zu haben!

Einkaufstaschen

Einen Schwung Jutetaschen und eine kleine Kühltasche habe ich praktischerweise auch immer im Auto. Muss ich nicht viel zu sagen, oder?

Der Kleiderschrank

Selbstverständlich darf eine angemessene Garderobe auf einem Road Trip keinesfalls fehlen. Mein Kleiderschrank to go ist eine stoffbezogene Pappbox und etwa schuhkartongroß. Da ich meine Kleidung nach der Methode von Marie Kondō zusammenlege, kann ich platzsparend alles, was ich brauche, in dieser Kiste verstauen. So habe ich frische Wäsche für einige Tage und muss nicht jeden Tag waschen. Die Kleiderbox hat ihren Platz ebenfalls links neben dem Bett, wo sich auch schon der Badezimmerkorb befindet. Hier siehst du anhand eines realen Beispiels — mein morgen beginnender anderthalbwöchiger Road Trip nach Hessen und Schleswig-Holstein –, was alles in die Kleiderbox hineinpasst:

eine zusammenfaltbare Regenjacke, drei Unterhosen, drei paar Socken, drei T-Shirts und ein ärmelloses Shirt. Außerdem ein leichtes kurzärmeliges und ein leichtes langärmeliges Hemd. Die Hemden werden auf die anderen Sachen draufgelegt. Und weil ich optimistisch bin, packe ich auch noch meine Badehose ein.

Nun ist die Kiste zwar randvoll, aber der Deckel passt trotzdem noch drauf und die Kiste lässt sich schließen. Auf die geschlossene Kleiderbox packe ich zusätzlich noch meinen Binder, einen Blazer (wird langsam kalt draußen) und meine Cargoshorts (vielleicht wird’s ja doch wieder etwas wärmer). Zusammen mit den Sachen, die ich am Leib trage, habe ich nun einige Outfits für jedes Wetter dabei. Und das auf echt wenig Platz!

Unabhängig von anstehenden geplanten Reisen habe ich zusätzlich stets eine Plastiktasche mit einem Set Ersatzklamotten im Auto. Auf diese Weise bin ich sowohl für eventuelle Spontantrips, die länger werden als gedacht, als auch für den überraschenden Regenguss während eines Spaziergangs gut gerüstet.

Passt das wirklich alles ins Auto rein?

Schauen wir uns einmal an, wie das Ganze in reisefertig aussieht:

  • das Bettgestell liegt mitsamt Matratze und Bettzeug an seinem Platz
  • die Hängetasche mit Kleinkram, Badezimmerbeutel und Küchenbeutel hängt hinterm Fahrersitz
  • darunter stehen und liegen die Wasservorräte
  • hinterm Beifahrersitz steht die Tasche mit den Lebensmitteln
  • links neben der Matratze steht der Korb mit den Toilettensachen und die Box mit Kleidung. Unter der Box befindet sich noch ein Satz Ersatzkleidung.
  • unter dem Bettgestell liegt der Gaskocher, die Tasche mit Kochutensilien, die Erste-Hilfe-Tasche und die Wäscheleine
  • rechts vom Bettgestell befinden sich die Sichtschutzlappen, die Einkaufstaschen und die Tasche mit Elektrozubehör

Alles ist an seinem Platz verstaut. Dennoch ist das Auto bei weitem nicht vollgestopft und wirkt trotzdem noch geräumig. So ist zum Beispiel links neben dem Bett, direkt an der linken Hintertür, noch eine Fläche frei. Dort kann ich bei geöffneter Tür gut sitzen und mir in Ruhe die Schuhe anziehen oder essen oder einfach abhängen.

Mein Auto = mein Zuhause!

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Auto und fühle mich darin sehr wohl. Tatsächlich ist das der Ort, an dem ich am liebsten aufwache. Hier bin ich am glücklichsten und mein Leben fühlt sich lebenswert an. Und das trotz eigenem Wohnhaus und Wohnmobil. Im Auto zu leben hat seinen ganz eigenen Flair und Charme, dem ich mich nicht entziehen kann, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Und das liebe ich.

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