Fleischige Bienchen

Sonntag ist Gartentag! Und trotz durchwachsenem Wolkenregenwetter waren David und ich heute wieder ganz fleischige Bienchen.

Zunächst einmal habe ich dieses Wochenende damit begonnen, unseren Wohnwagen von oben bis unten abzuschrubben und zu entmoosen. Das treue Gefährt hat schon einige Jahre auf dem Buckel, steht auch schon seit zwei Jahren im Garten und wurde auch davor augenscheinlich länger nicht mehr gewaschen, jedenfalls war es ziemlich grün, wie diese Vorher/nachher-Fotos beweisen:

Hirschmanoeverwowa

 

Hirschmanoeverwowa2

Und dann war da noch die Sache mit den Rucolapflänzchen. Vor einigen Monaten für je 50 Pfennige auf dem Kräutermarkt erstanden, überwucherten sie inzwischen trotz (oder gerade wegen?) regelmäßigen Naschens das halbe Hochbeet. Heute war dann der Tag, an dem ich bestimmte: Nu wird das Zeuch komplett abgeerntet!

Rucolaernte

Ist doch eine ganz erkleckliche Menge für drei Rucolapflanzen, oder?

Einen Teil davon gab es vorhin bereits zum Abendessen — als Salatbeilage und als Zutat im Sojajoghurt-Zaziki, dazu würzige Kartoffelspalten, marinierte Champignons und für den Herrn der Kommune Seitangyros. Köstlich, sag ich euch! Eine große Menge des Rucolas habe ich eingefroren, um ihn bei Bedarf wie Spinat zu verwenden: im Süppchen (danke an Rion für die Idee!) oder angebraten (danke an Schwester 1 für diese Idee!). Ein weiterer Teil der Ernte wird morgen zu Pesto verarbeitet, worauf ich sehr gespannt bin, denn das wird meine Premiere in Sachen DIY-Pesto!

Eine weitere Fleißarbeit, die wir geleistet haben, war das Absammeln Spanischer Wegschnecken des Nachts von allen erdenklichen Stellen unseres schleimgeplagten Gartens. Nach einem wunderbaren Abend in meiner Stammkneipe a/k/a zweites Wohnzimmer a/k/a Hirsch-Q wollten wir nämlich zur Abwechslung mal im Wohnwagen nächtigen. Als wir bei völliger Dunkelheit im Garten eintrafen und per Taschenlampen-App herumleuchteten, bot sich uns ein Szenario wie aus einem Zombie- oder Horrorfilm: der ganze Boden war übersäht mit Nacktschnecken, sie klebten an jeder Pflanze in den Beeten und vertilgten alles, aber auch wirklich alles, was wir mühevoll großgezogen und ausgepflanzt hatten. Hatte ich mich bis dato immer gewundert, wie ein paar Schnecken so schnell so viele Pflanzen beschädigen können, so wunderte ich mich nun darüber, dass überhaupt noch irgendetwas in unserem Garten wuchs. Und so machten wir uns ans Absammeln. Ich schätze mal, dass wir in der Stunde so um und bei 300 Schnecken gepflückt haben. Den vollen Eimer leerte ich in einiger Entfernung am Waldrand aus.

Am nächsten Tag bastelte ich aus einem blauen Schutznetz, dass noch quadratmeterweise im Garten herumflog und bisher nutzlos schien, einen hoffentlich einigermaßen effektiven Schneckenabwehrmechanismus, indem ich es in Bahnen schnitt und über alle Beete (bis auf die Milpa – zwei Meter hoher Mais lässt sich schwer abdecken) ausbreitete. Ich würde dieses Jahr nämlich gerne zumindest einen einzigen Kürbis von meiner Scholle ernten!

Und a pro pos ernten nochmal: Die ersten Himbeeren unserer erst im Frühjahr gepflanzten Himbeersträucher sind reif! Und sie schmecken trotz ihres stattlichen Umfangs himmlisch, wie man sieht!

Himbeerernte

 

 

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